Vereinigte Schützen Waal e. V.

 

Seit 1972 ist das Bogenschießen olympische Disziplin, nachdem es zuvor zwischen 1900 und 1920 schon viermal bei den Olympischen Spielen stattfand.

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Bogenschießen schult Koordination, Konzentration und Körperstabilität

Wenn auch du von den Vorzügen des Bogenschießen profitieren willst, besuche uns bei unseren Trainingszeiten oder schreibe uns eine E-Mail: info@vereinigte-schuetzen-waal.de

Wir haben noch freie Plätze und ausreichend Ausrüstung für euren Schnupperkurs!

Und wir beraten euch gerne beim Kauf eurer eigenen Ausrüstung.


Kurzgeschichte des Bogenschießens

Über tausende von Jahren spielten Pfeil und Bogen eine entscheidende Rolle in der Geschichte der Menschheit. Auf Gemälden und Reliefs vergangener Zeiten findet man in großer Zahl die Darstellung von Pfeil und Bogen. Der Bogen war die erste mechanische Waffe, bereits in der Antike war er Kriegs- und Jagdgerät. Mongolen, Araber, Syrier benutzten ihn als Hauptwaffe ihrer Reiterheere. 

Bogenschießen hat aber heute - im Sinne des modernen Sportschießens - mit der früheren Zeit, mit Indianer oder Robin Hood Träumen aus Kindertagen, nicht mehr viel gemeinsam.

 

Die verschiedenen Bogenarten


Recurvebogen

Der einzige zugelassene Bogen bei Olympischen Spielen

Der Bogen besteht aus mehreren Bestandteilen und kann komplett zerlegt werden. Das Herzstück des Bogens ist das Mittelstück, an dem oben und unten jeweils ein Wurfarm befestigt ist. Die Sehne macht den „einfachen“ Bogen komplett. An dieser dürfen zwei Nockpunkte befestigt werden, zwischen denen später der Pfeil „eingenockt“ wird. Zu den weiteren Bestandteilen des Recurvebogens gehören die Pfeilauflage, ein Visier, die Stabilisatoren und ein Button, der den Pfeil während des Abschusses stabilisiert. Die Sehne wird mit drei Fingern gezogen, als Schutz dafür gibt es einen Tab. Der Tab (Fingerschutz) besteht aus Leder, der an einer Platte aus Aluminium oder Messing montiert ist.

 


Compoundbogen

Der Bogen, der das Hebelgesetz anwendet

Der Compoundbogen besteht aus einem Mittelteil und zwei Wurfarmen, die über die Wurfarmtaschen und -schrauben miteinander verbunden sind. Am Ende der Wurfarme sind die Rollen, bzw. Cams montiert. Das obere und untere Cam ist über Kabel und Sehne miteinander verbunden. Die Sehne wird beim Schuss ausgezogen, die Kabel halten das System zusammen. Das Compound-Cam funktioniert nach dem Hebelgesetz und verhält sich wie ein starrer Hebel, während es sich beim Ausziehen des Bogens nach außen dreht. Im Verlauf des Auszugs wird die Kraft am größten. Wenn der Gipfel erreicht wird, reduziert sich im weiteren Verlauf das Zuggewicht um 65-85 Prozent. Im sogenannten Tal ist die Kraft am geringsten.

 

Blankbogen

Ein Recurvebogen, ausgestattet mit nur sehr wenigen Hilfsmitteln

Der Aufbau des Blankbogens entspricht dem des Recurvebogens. Zu den weiteren Bestandteilen des Blankbogens gehören die Pfeilauflage und ein Button, der den Pfeil während des Abschusses stabilisiert. Die Sehne wird mit drei Fingern gezogen, als Schutz dafür gibt es einen Tab oder Handschuh. Da beim Blankbogen kein Visier verwendet werden darf, ist es erlaubt, die Zugfinger auf der Sehne in der Höhe (String-Walking) zu variieren. Je höher die Hand in die Sehne eingreift, desto höher bzw. weiter fliegt der Pfeil. Greift die Hand bei identischem Ankerpunkt weiter unten in die Sehne, umso niedriger bzw. kürzer fliegt der Pfeil. Ebenfalls muss der Schütze nicht zwingend unterhalb des Kinns ankern, sondern darf die Hand auch unterhalb des Auges (Face-Walking) platzieren.

Diese und weitere ausführliche Informationen des Bayerischen Sportschützenbundes zum Bogenschießen, zur Ausrüstung und zu Fachgeschäften in Bayern findet ihr hier.